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Als „KT-Impakt“ (K=Kreidezeit/T=Tertiär) ging jener gewaltige Einschlag in die Geschichte ein, den ein Asteroid vor etwa 63 Millionen Jahren am nördlichen Rand der mexikanischen Halbinsel Yucatan hinterließ. Der damals entstandene, heute nach den Maya´s benannte „Chicxulub-Krater“ mit einem Durchmesser von rund 200 km liegt teilweise am Festland und teilweise unter dem Meeresspiegel. Nachdem er in dieser Zeitepoche von mächtigen Sedimentschichten eingeebnet wurde, war es selbst für Experten nicht einfach, seine geographische Position genau zu bestimmen. Um eine blasse Ahnung vom Ausmaß dieses globalen Ereignisses zu bekommen, muss man sich folgende Ergebnisse wissenschaftlicher Rekonstruktionen vor Augen führen: Ein Asteroid mit 10 km Durchmesser und einem Gewicht von 1 Billion Tonnen schlug mit etwa 72.000 km/h ein, wodurch jedes Leben im Umkreis von 1.600 km sekundenschnell ausgelöscht wurde. Die Druckwelle der Explosion war so gewaltig, dass 500 Milliarden Tonnen Gesteinsbrocken mit etwa 40.000 km/h bis weit über die Atmosphäre hinausgeschleudert wurden. Glühendheiße Trümmer fielen auf die Erde zurück und lösten auf allen Kontinenten Flächenbrände aus, wodurch die Vegetation fast vollständig vernichtet wurde. Dem flammenden Inferno entstiegenen 70 Milliarden Tonnen Ruß, die ein halbes Jahr lang in der Atmosphäre schwebten und den Erdball vom Sonnenlicht so gründlich abschirmten, dass eine totale Finsternis mit extremer Kälte folgte. Damit war das Schicksal von 70% aller damaligen Spezies inklusive der meisten Saurier-Gattungen auf unserem Planeten besiegelt. Die damals abgelagerte Rußschicht ist noch heute unübersehbarer Bestandteil der rund um den Erdball vorzufindenden KT-Schicht.