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Nach der Explosion eines Asteroiden über Tscheljabinsk am 15.02.2013 um 9.30 Uhr raste 14 Stunden später ein anderer Asteroid gefährlich nahe an der Erde vorbei. Dieser konnte – im Gegensatz zu dem am Vormittag explodierten Asteroiden - vorausberechnet werden und bekam daher die Bezeichnung 2012 DA14.

Laut www.W 2012 DA14 - Wikipedia kam dieser am 15. Februar 2013 der Erde bis auf exakt 27.599 km nahe. …Aufgrund grober Abschätzungen über die Helligkeit und das Rückstrahlvermögen wurde der Durchmesser auf 40 m bis 89 m geschätzt…

Aus www.astronomie.info:

Mit einem Durchmesser von rund 55 Meter ist der kleine Brocken allerdings so groß wie der Eisenmeteorit, der den bekannten Barringer Krater bei Flagstaff in Arizona geschlagen hat. Im Schnitt dürfte etwa alle 5000 Jahre ein Objekt dieser Größe in der Erde einschlagen. Allerdings war 2012 DA14 beim aktuellen Vorbeiflug mit einer Relativgeschwindigkeit von 7.8 Kilometer pro Sekunde vergleichsweise langsam.

Trotz der „vergleichsweise langsamen Relativgeschwindigkeit“ von 28.800 km/h wird sich kaum jemand vorstellen können, welche Folgen der Einschlag dieses ca. 180.000 Tonnen schweren Asteroiden 2012 DA14 in einem dicht besiedelten Gebiet gehabt hätte. Nach Ansicht des Experten Nick Bostrom von der Universität Oxford hätte dieser Einschlag beispielsweise ganz Nordeuropa in Mitleidenschaft gezogen!

Wie gefährlich Asteroiden ab einer bestimmten Größe tatsächlich sind, bestätigt folgender Kommentar aus www.W Meteorit – Wikipedia.de:

Meteoriten (müsste richtig „Asteroiden“ heißen, Anm. d. Verf.) mit einer Masse von über 100 Tonnen werden durch die Atmosphäre nicht mehr nennenswert abgebremst. Beim Auftreffen auf die Erdoberfläche wird ihre kinetische Energie explosionsartig freigesetzt, wodurch es zur Bildung von Einschlagkratern kommt. Derartige Einschläge können eine globale Katastrophe darstellen und – wie im Falle des KT-Impakts – das Aussterben zahlreicher Pflanzen- und Tierarten als Konsequenz haben.

Im Vergleich dazu eine „beruhigende“ Wahrscheinlichkeitsrechnung aus www.astronomia.de:

Man schätzt, dass alle 10 bis 100 Millionen Jahre ein Asteroid mit einer Größe von 10 km auf der Erde einschlägt und einen nuklearen Winter auslöst, was ein Massensterben zur Folge hat. Es wird angenommen, dass dies der Grund für das plötzliche Aussterben der Dinosaurier war.

Forscher der Vereinten Nationen planten zwar den Aufbau eines internationalen Frühwarnnetzwerkes (International Asteroid Warning Network - IAWN) und schlugen vor, die Bevölkerung besser über etwaige Bedrohungen und Konsequenzen eines Impaktes zu informieren, doch hält eine RAND-Studie aus 2005 die Geheimhaltung eines möglichen bevorstehenden Impaktereignisses bis zum letztmöglichen Zeitpunkt vor der allgemeinen Bevölkerung für unumgänglich, um etwaige Maßnahmen und Vorbereitungen durchführen zu können. (Aus www.W Planetare Verteidigung - Wikipedia.de)

Wie man sieht, wird die Kollisionsgefahr mit einem Objekt aus dem All vor der allgemeinen Bevölkerung ebenso geheim gehalten wie die Besuche von Außerirdischen mit ihren UFOs. Interessant ist übrigens auch die Tatsache, dass es nach dem gegenwärtigen Stand der Dinge trotz intensiver Bemühungen des amerikanischen Raumfahrtzentrums NASA in Zusammenarbeit mit der europäischen Raumfahrtagentur ESA bisher keine wirksame Methode gibt, einen Himmelskörpers ab einer bestimmten Größe bzw. Masse von einer voraussehbaren Kollision mit der Erde abzulenken. Neuerdings diskutiert man über einen sogenannten „Asteroidenschieber“, doch konnten bisher weder die nötigen Tests, noch die erforderlichen Analysen vorgenommen werden, weil sich niemand dafür verantwortlich fühlt!