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Dass zwischen der tendenziellen Programmierung eines künftigen Ereignisses und dessen potentiellem Eintreffen ein so genannter „Erfüllungszwang“ bestehen kann, lässt folgendes Beispiel aus dem vergangenen Jahrhundert besonders deutlich erkennen:

Eine Anekdote aus dem ersten Weltkrieg berichtet von einem 28-jährigen deutschen Gefreiten (müsste eigentlich „Unteroffizier“ heißen, Anm. d. Verf.) an der Somne, der in der Erdhöhle, die er mit einem Dutzend Kameraden teilte, Schlafprobleme hatte. Nach einem Albtraum, in dem er unter Tonnen von Erde begraben wurde, dachte er, der Traum sei vielleicht eine Warnung, obwohl die Artilleriefeuer, die regelmäßig die Schützengräben erschütterten, zu jener Zeit ein wenig abgeflaut waren. Um kein Risiko einzugehen, ging der Unteroffizier nach draußen, um frische Luft zu schnappen. Er war erst kurze Zeit draußen, als er das Pfeifen einer näher kommenden Granate hörte. Als er sich umdrehte, sah er, dass das Projektil direkt die Erdhöhle getroffen hatte. Die meisten seiner Kameraden wurden bei der Detonation auf den Schlag getötet und ihn hätte das gleiche Schicksal getroffen, wenn er seiner Angst nicht gefolgt wäre. In dem Fall hätte die Weltgeschichte wohl eine andere Wende genommen, denn der junge Soldat, von dem die Rede ist, war Adolf Hitler.  (Aus „Prophezeiungen“ von Tony Allen, Bassermann Verlag / Random House GmbH. München).

Sechs Jahre später, im Juli 1923, veröffentlichte die Astrologin Elisabeth Ebertin in einem Almanach ein Horoskop über Adolf Hitler, ohne seinen Namen zu erwähnen. Sie schrieb:

„Ein Mann der Tat, geboren am 20. April 1889 … wird in persönliche Gefahr geraten, wenn er ein bestimmtes Vorhaben übereilt ausführt, da er damit eine unangenehme Krise auslösen kann. Seine Konstellation zeigt, dass dieser Mann sehr ernst genommen werden muss; er ist dazu bestimmt, in einem kommenden Krieg eine Führungsrolle zu spielen.“

Diese eher schon hellseherische Voraussage enthält den Aspekt „Bestimmung“, was zweifellos dem hinduistischen Begriff „Karma“ zuzuordnen ist. Im konkreten Fall stellt sich die Frage, ob Hitler den Granateneinschlag im ersten Weltkrieg überleben musste, um 15 Jahre später infolge eines karmisch bedingten „Erfüllungszwanges“ (synonym Bestimmungsfaktor) sozusagen als „Werkzeug des Schicksals“ zu fungieren?